Nicht der Hund — der Halter
Schwer zu halten, eigenwillig, nur was für Erfahrene — das hört man oft, wenn es um bestimmte Rassen geht. Natürlich hat die Genetik einen Effekt — die Rasse ist nicht egal. Aber welche Gene aktiviert werden, welche Verhaltensweisen sich verstärken, was am Ende rauskommt — das hängt am Halter. Wer mit der Erwartung an einen Hund herangeht, dass der das schon von alleine macht, wird wahrscheinlich enttäuscht. Man muss schon bereit sein, die Entwicklung seines Hundes aktiv in die richtige Richtung zu lenken.
40 Kilo auf Arm
Herdenschutzhunde gelten als schwer zu halten. Meine Karakachans wiegen inzwischen über 40 Kilo — und lassen sich problemlos überall anfassen, hochheben, an den Ohren kontrollieren und nach Zecken absuchen. Das ist kein Trick. Das ist Gewöhnung vom ersten Tag an.
Jeden Morgen
Jeden Morgen, wenn ich rausgehe, nehme ich meine Hunde erstmal auf den Arm. 40 Kilo. Sie bekommen dabei einen Gesichtsausdruck wie kleine Welpen. Dieses Ritual ist Teil der Erziehung — und gleichzeitig der Beweis, wie wertvoll sie ist.
Vertrauen statt Dominanz
Ich kann meinen 40-Kilo-Hunden heute ein Stück Fleisch oder einen Knochen aus dem Maul nehmen. Nicht durch Dominanz, sondern durch Gewöhnung und Routine. Für mich ein wichtiges Detail im täglichen Umgang — nicht eine Frage, ob es grundsätzlich machbar wäre.
Wenn du den Eindruck hast, dass dein Betrieb passen könnte — melde dich. Jan liest jede Anfrage selbst.
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